Institut für Suchtmedizin stellt (fiktives) Rechenexempel auf
„Was kostet den Einzelnen und die Gesellschaft der Konsum psychotroper Substanzen?“ fragt Karsten Strauß, Suchtexperte und Leiter des Instituts für Suchtmedizin Strauß & Partner. Seinen Berechnungen zufolge entsteht für ein mittelständisches Unternehmen ein Schaden von exakt 40 670 838,52 Euro.
„Man kann überlegen, ob man die Rechung ernst nimmt“, sagt der Arzt, „doch sollte man sich die Zahlen und Größenordnungen vielleicht genauer ansehen. Aus der Luft gegriffen sind sie nämlich nicht, sondern berücksichtigen Fakten aus unserer langjährigen Praxis.“
In seiner (fiktiven) Aufstellung bezieht Karsten Strauß Faktoren wie „kleinere Fehler, handwerkliche Ungeschicktheiten“, den Zeitverlust aufgrund von Missverständnissen durch Aufmerksamkeitsstörungen, aber auch die Entscheidungsverzögerung oder die „strategische Fehlentscheidung“ und den Imageverlust mit ein. „Und dies ist nur ein fiktives Rechenexempel“, sagt der Mediziner weiter, „es ist ohne weiteres möglich, dass der aufsummierte Schaden noch deutlich höher liegen kann. Wenn man Glück hat, aber auch wesentlich darunter. Es ist nur die Frage, ob man sich auf sein Glück verlassen will.“
Der volkswirtschaftliche Schaden, der durch den Genuss von Alkohol, Nikotin und anderen Drogen verursacht wird, wird in der sehr Bundesrepublik unterschiedlich gesehen; je nach Art der Berechnung und der berücksichtigten Faktoren. So wird er auf bis zu 300 Milliarden Euro beziffert; allein der Schaden durch Alkoholkonsum wird zwischen 20 Milliarden und 115 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.
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