Klaus Eck
Online-Reputation wichtig bei Patienten-Recherche
Wie wichtig ist der Eindruck, den andere von mir haben? Mit dem Thema Reputation beschäftigt sich der Kommunikationsmanager und Reputations-Manager Klaus Eck in seinem neuen Buch “Karrierefalle Internet”. Im Gespräch erklärt er gegenüber MedPR, warum auch Ärzte auf ihre Online-Reputation unbedingt achten sollten.
MedPR: Was ist der Unterschied zwischen Image und Reputation?
Klaus Eck: Der Begriff Image steht für einen kurzfristigen Eindruck, den Menschen oder Unternehmen in der Öffentlichkeit erzielen. Als nachhaltiger erweist sich die Reputation, die Menschen oder Dingen zugesprochen wird. Eine solche erhalten Menschen und Organisationen
nicht aus sich selbst heraus. Diese setzt sich aus einer Vielzahl von Meinungen Dritter zusammen.
MedPR: Warum ist eine gute Reputation auch für Ärzte und Zahnärzte wichtig?
Klaus Eck: Bei jeder Online-Recherche können sich die Patienten ihre Meinung selbst bilden. Wie ist man früher zu einem guten Arzt gekommen? In der Regel aufgrund einer persönlichen Empfehlung oder der räumlichen Nähe. Nicht anderes verhält es sich im Internet: Wenn in einigen Blogs oder Social Networks Ihre Vertrauenspersonen gut oder schlecht über bestimmte Mediziner schreiben, werden Sie darüber über eine einfache Google-Recherche zufällig oder bewusst aufmerksam. Außerdem schadet es nicht unbedingt, sich auch im Web ein erstes Bild von einem neuen unbekannten Arzt zu machen. Hierbei achten die Onliner in der Regel nur auf die ersten Suchergebnisse. Und wenn diese negative Ergebnisse enthalten, überlegt sicherlich so mancher Patient, ob seine Arztauswahl die richtige ist.
MedPR: Wie kann ich meine Online-Reputation selbst managen?
Klaus Eck: Als erstes sollte man sich regelmäßig über die eigene Online-Reputation auf dem Laufenden halten. Dazu reicht es völlig aus, einen Google Alert mit dem eigenen Namen aufzusetzen. Das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten bei Google möglich. Dadurch erhält man jeden neuen Webeintrag zur eigenen Person sofort und erspart sich das händische Ego-Surfen. Zudem empfiehlt es sich, für das Online-Reputation-Management eine Website unter dem eigenen generischen Namen (zum Beispiel: www.klauseck.de) einzurichten sowie eine Mitgliedschaft in einem Netzwerk wie Xing einzugehen. Falls Sie nicht allzu viele Namensvetter haben, werden Sie dadurch viel besser von Ihren Patienten online gefunden. Wenn Sie anschließend Ihre Website direkt auf Ihr Xing-Profil weiterleiten, sparen Sie sich viel Aufwand und werden dennoch besser unter den ersten Google-Ergebnissen gelistet.
Zur Person:
Der PR Blogger und selbstständige Kommunikationsberater & Reputation Manager. Klaus Eck (44) hat sich auf die Themen Corporate Blogs, Blog-Monitoring, Online Reputation Management spezialisiert und unterstützt darin viele namhafte Unternehmen. Außerdem ist der Münchner Mitglied von Imagecapital – einem Netzwerk aus Spezialisten, die in den Branchen Kommunikation, Journalismus, Public Relations und Kommunikationsdesign zu Hause sind. Imagecapital hilft Unternehmen beim Aufbau und bei der Pflege einer eindeutigen Positionierung im Internet, schärft Expertenprofile, baut Images auf und setzt dazu unter anderem die Möglichkeiten des Web 2.0 gezielt ein. Nach seinem Buch “Corporate Blogs – Unternehmen im Online-Dialog zum Kunden” (2007) ist vor kurzem sein neues Werk „Karrierefalle Internet” zum Thema Online Reputation Management herausgekommen.
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