Schlagwort-Archiv: Alkohol

40 Millionen Euro Schaden durch Drogenkonsum für Unternehmen

24 Sep

Institut für Suchtmedizin stellt (fiktives) Rechenexempel auf

40 Millionen Euro Schaden durch Drogenkonsum.„Was kostet den Einzelnen und die Gesellschaft der Konsum psychotroper Substanzen?“ fragt Karsten Strauß, Suchtexperte und Leiter des Instituts für Suchtmedizin Strauß & Partner. Seinen Berechnungen zufolge entsteht für ein mittelständisches Unternehmen ein Schaden von exakt 40 670 838,52 Euro.

„Man kann überlegen, ob man die Rechung ernst nimmt“, sagt der Arzt, „doch sollte man sich die Zahlen und Größenordnungen vielleicht genauer ansehen. Aus der Luft gegriffen sind sie nämlich nicht, sondern berücksichtigen Fakten aus unserer langjährigen Praxis.“

In seiner (fiktiven) Aufstellung bezieht Karsten Strauß Faktoren wie „kleinere Fehler, handwerkliche Ungeschicktheiten“, den Zeitverlust aufgrund von Missverständnissen durch Aufmerksamkeitsstörungen, aber auch die Entscheidungsverzögerung oder die „strategische Fehlentscheidung“ und den Imageverlust mit ein. „Und dies ist nur ein fiktives Rechenexempel“, sagt der Mediziner weiter, „es ist ohne weiteres möglich, dass der aufsummierte Schaden noch deutlich höher liegen kann. Wenn man Glück hat, aber auch wesentlich darunter. Es ist nur die Frage, ob man sich auf sein Glück verlassen will.“

Der volkswirtschaftliche Schaden, der durch den Genuss von Alkohol, Nikotin und anderen Drogen verursacht wird, wird in der sehr Bundesrepublik unterschiedlich gesehen; je nach Art der Berechnung und der berücksichtigten Faktoren. So wird er auf  bis zu 300 Milliarden Euro beziffert; allein der Schaden durch Alkoholkonsum wird zwischen 20 Milliarden und 115 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.

Weitere Informationen im Internet unter www.suchtmedizin.de/aktuelles.html

Koma-Saufen: Säuft die Jugend ab?

6 Mai

Der neue Sucht- und Drogenbericht 2008 wurde am Montag in Berlin veröffentlicht. Und da gibt es so einiges unerfreuliches zu vermelden. Sabine Bätzing, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, freute sich bei stern.de, dass die Erstkonsumenten von illegalen Drogen zum dritten Mal in Folge zurückgegangen seien. Aber zeigte sich zugleich besorgt. „Was uns Sorge macht, ist der exzessive Alkoholkonsum von Jugendlichen. Der ist stark gestiegen: von 34 Gramm auf 50 Gramm Alkohol pro Woche”, so die Drogenbeauftragte weiter. Koma-Saufen ist Trend. Eine Freizeitbeschäftigung, die oftmals in der Notaufnahme eines Krankenhauses endet. So eine aktuelle Studie der Techniker Krankenkasse. Um gfotolia_13210974_xsenau zu sein: 20 000 mal jährlich.

Im Gespräch mit Karsten Strauß, Arzt und Experte für Suchtmedizin, suchen wir nach Gründen. Ein Erklärungsversuch.

MedPR: Koma-Saufen liegt im Trend. Woran liegt das Ihrer Meinung nach?

Karsten Strauß: Wenn ich das wüsste und auch noch in zwei Minuten erklären könnte – wär‘ schon genial. „Vielschichtig“ sagt man deshalb gern an dieser Stelle und irgendwo stimmt das auch. Aber vielleicht gibt es so etwas wie eine Grundbefindlichkeit, die zum Koma-Saufen führen kann: schnell und egal. „Wozu langsam trinken und immer beduselter werden – kotzen muss ich sowieso. Dann besser zehn Kurze weg, bevor der Körper überhaupt was registriert. Dann den Hammer!“ Schnell und egal ist übrigens durchaus nicht nur das Credo des Einzelnen, sondern auch der Gesellschaft, in der erlebt. Und auch das seiner Kumpel, denn die helfen netterweise in der Regel beim Abfüllen, wenn‘s mit der eigenen Koordination nicht mehr so klappt. Deshalb ist Koma-Saufen kein individuelles Ding, sondern eigentlich immer ein Rudel-Phänomen (Rudel-Saufen).

MedPR: Warum verfallen Menschen dem Alkohol?

Karsten Strauß: Wir wissen es nicht. Wir wissen bis heute nicht, weshalb der Eine sein tägliches Gläschen Wein zum Abendbrot trinken kann und niemals abhängig krank sein wird, für den Anderen das erste Glas der Einstieg in die Suchtkrankheit ist. Rückblickend fällt uns immer manches auf, aber eine schlüssige Prognose abgeben – nein.
Allerdings: wir müssen das krank machende Potenzial einer Substanz beachten und das hat in der Regel auch mit der Dosis zu tun. Substanzen unterscheiden sich da aber sehr und niemandem ist geholfen, wenn wir so tun, als wäre Suchtkrankheit gleich Suchtkrankheit, unterschiedslos.

MedPR: Wie gefährdet sind Jugendliche in Bezug auf Abhängigkeit? Koma-Saufen als erster Schritt in die Abhängigkeit?

Karsten Strauß: „Prognosen sind meistens schwierig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen.“ (Karl Valentin)
Ich glaube, Jugendliche sind am stärksten durch Perspektivlosigkeit, Hoffnungslosigkeit und eine Scheiß-egal-Mentalität gefährdet. Wenn ein Rahmen fehlt, wird‘s uferlos. Abtauchen in Alkohol versperrt wenigstens die Sicht darauf. Es hat wahrscheinlich seinen Grund, dass nicht nur Abhängigkeitserkrankungen zunehmen, sondern auch psychische Erkrankungen, genauer: psycho-somatische. Aktueller Bezug: wir haben zwar immer mehr Ärzte in Deutschland, dennoch herrscht inzwischen Ärztemangel: Immer mehr Menschen werden krank!

Die Person Karsten Strauß:
Karsten Strauß (59) ist Arzt, Suchtmediziner, Sozialpädagoge, Akupunkteur und Buchautor. Seit mehr als 35 Jahren arbeitet der Mediziner im Bereich der Suchtmedizin und verhilft diskret Menschen vom Substanzkonsum und einer damit verbundenen Abhängigkeit loszukommen – ohne riskante Nebenwirkungen für Ansehen, Karriere und soziales Umfeld. Ein aktueller Beitrag mit dem Thema “Alkoholkonsum bei Kindern und Jugendlichen” erscheint voraussichtlich im Juni 2009 im Forum-Verlag.
Strauß verantwortet seit 1998 das Institut für Suchtmedizin Strauß & Partner.  Zu den Klienten zählen bei der Problembegleitung überwiegend Privatpersonen, im Bereich Prävention Unternehmen und ärztliche Kollegen. Er bietet Tagesseminare  und Workshops zu den Themen „Dopen für den Job – ja, und?“ und „Sucht & Alter“ an.
Zuletzt wirkte Strauß bei dem DAK-Gesundheitsreport 2009 als Experte mit.

Weitere Informationen unter www.karsten-strauss.info oder www.suchtmedizin.de

Suchtmediziner Strauß: Raus aus Substanzkonsum und Abhängigkeit

17 Mar

Raus aus dem Substanzkonsum und Abhängigkeit. Suchtmediziner Karsten Strauß.Karsten Strauß verhilft Menschen diskret vom Substanzkonsum und einer damit verbundenen Abhängigkeit loszukommen – ohne riskante Nebenwirkungen für Ansehen, Karriere und soziales Umfeld. Er arbeitet deutschlandweit, vor Ort. Strauß macht ausschließlich Hausbesuche. Seine Behandlungsmethode ist bislang einmalig in Deutschland.

„Die Behandlung setzt zu einem Teil auf die Akupunktur“, sagt der Mediziner (59) aus Barkelsby über seine diskrete Problembegleitung von Substanzkonsumenten. Nur engste Vertraute des Klienten wissen von der Behandlung durch Karsten Strauß. Der Klient kann so eine Entwöhnung oder Entzug neben seinem „normalen“ Leben unauffällig machen und hat keinerlei persönliche Nachteile für sich und seine berufliche Karriere.

Der Mediziner kennt sich mit Kokain, Alkohol und Medikamenten aus. Seit mehr als 35 Jahren arbeitet der Arzt und Sozialpädagoge in der Suchtmedizin. Mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Streetwork, Drogenknast, Suchtberatung und Prävention sowie in der Entzugsbehandlung. Karsten Strauß ist zudem Akupunkteur. Er verantwortet seit 1998 das Institut für Suchtmedizin Strauß & Partner.  Zu den Klienten zählen bei der Problembegleitung überwiegend Privatpersonen, im Bereich Prävention Unternehmen und ärztliche Kollegen.

Weitere Informationen unter www.karsten-strauss.info

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